Generation Alpha – Die Zukunft Ihrer Arbeitswelt
Die ersten Vertreter*innen der Generation Alpha kommen auf den Arbeitsmarkt. Für Unternehmen bedeutet das: Eine völlig neue Azubi-Generation steht in den Startlöchern. Doch wie ticken diese jungen Menschen, die mit Smartphones und künstlicher Intelligenz groß geworden sind?
Dieser Artikel zeigt Ihnen, was die Generation Alpha ausmacht und wie Sie Ihre Ausbildungsstrategie und Ihr Recruiting schon heute darauf vorbereiten können.
Übersicht
Definition: Was ist die Generation Alpha?
Die Generation Alpha beschreibt Kinder, die ab dem Jahr 2010 geboren wurden. Sie sind die erste Generation, die komplett im digitalen Zeitalter aufwächst, mit Tablets im Klassenzimmer, YouTube als Lernhilfe und Chatbots als Alltagspartner.
Das hat Auswirkungen auf ihr Denken und ihre Erwartungen, auch an die Ausbildung. Für Betriebe heißt das: Sie müssen künftig Ausbildungsinhalte digitaler, interaktiver und individueller gestalten, um Alphas zu erreichen.
Wer gehört zur Generation Alpha?
Zur Generation Alpha gehören alle, die zwischen 2010 und etwa 2025 geboren sind. Viele von ihnen besuchen heute noch die Schule oder starten in den nächsten Jahren in ihre Ausbildung. Die meisten sind Kinder der Millennials (Generation Y) und der Generation X, also Generationen, die Wert auf Work-Life-Balance und Selbstverwirklichung legen. Genau diese Werte geben Eltern an ihre Kinder weiter. Deshalb wird auch die Generation Alpha in ihrer Ausbildung Sinn, Entwicklungsmöglichkeiten und moderne Lernformen erwarten.
Merkmale der Generation Alpha
Bevor die Generation Alpha in die Arbeitswelt und Ausbildung eintritt, lohnt sich ein Blick auf ihre typischen Merkmale. Diese Generation denkt, lernt und kommuniziert anders und das wird den Ausbildungsalltag verändern.
Digitale Prägung und neue Lernmethoden
Die Generation Alpha ist digital sozialisiert. Lernen findet für sie nicht nur im Klassenzimmer statt, sondern auf YouTube, in Lern-Apps oder über VR-Brillen.
Das bedeutet: In der Ausbildung wollen Alphas praktisch, interaktiv und visuell lernen. Frontalunterricht oder reine Theorie schrecken sie eher ab.
Unternehmen, die ihre Ausbildung digitaler gestalten, etwa mit E-Learning-Tools, Gamification oder virtuellen Trainings, – haben deshalb klare Vorteile im Wettbewerb um Nachwuchstalente.
Werte der Generation Alpha
Trotz ihrer digitalen Welt legen Alphas großen Wert auf Nachhaltigkeit, Vielfalt und Fairness. Sie achten darauf, ob ein Unternehmen gesellschaftlich Verantwortung übernimmt und Respekt im Miteinander lebt.
Für Ausbilder*innen bedeutet das: Eine gute Ausbildungsmarke braucht mehr als Technik. Sie muss zeigen, wofür das Unternehmen steht, mit Themen wie Umweltbewusstsein, sozialem Engagement oder echter Chancengleichheit.
Die besonderen Fähigkeiten der Generation Alpha
Die Generation Alpha bringt viele Talente mit, die in der modernen Arbeitswelt und Ausbildung Gold wert sind.
Technologische Kompetenz
Schon früh programmieren, Roboter bauen oder mit Künstliche Intelligenz arbeiten, für viele Alphas ist das selbstverständlich. Diese Generation ist technologisch versiert und offen für Neues.
In der Ausbildung können Sie das nutzen, indem Sie digitale Projekte, kreative Aufgaben und neue Tools einbinden. Das fördert Motivation und macht Ihr Unternehmen als Ausbildungsbetrieb attraktiver.
Multitasking
Die Generation Alpha ist geübt darin, mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen – Hausaufgaben, Musik hören, Chatten und Recherchieren.
Diese Fähigkeit kann im Ausbildungsalltag hilfreich sein, etwa beim Umgang mit digitalen Lernplattformen oder in wechselnden Projekten. Gleichzeitig sollten Ausbilder*innen darauf achten, Fokus und Konzentration zu fördern, um Überforderung zu vermeiden.
Was kommt nach Generation Alpha?
Nach der Generation Alpha wird voraussichtlich die Generation Beta folgen, also Kinder, die ab etwa 2025 geboren werden. Wie diese Generation lernen und arbeiten wird, ist heute noch offen.
Sicher ist jedoch: Die Digitalisierung wird weiter fortschreiten. Für Unternehmen bedeutet das, dass digitale Ausbildungskonzepte keine Ausnahme, sondern der Standard werden müssen.
Unterschied Generation Alpha und Generation Z
Die Generation Z (geboren etwa 1995–2010) gilt als „Digital Natives“ – sie hat das Internet bewusst erlebt. Die Generation Alpha dagegen ist „Digital First“ – sie kennt keine analoge Welt mehr.
Während Gen Z in der Ausbildung noch klassische Elemente akzeptiert, wird die Gen Alpha interaktive Lernformen und flexible Modelle erwarten. Auch die Kommunikation verändert sich: kurze Nachrichten, klare Rückmeldungen und moderne Lernbegleitung statt strenger Hierarchie.
Wie wird sich die Arbeitswelt mit dem Eintritt der Generation Alpha entwickeln?
Mit dem Eintritt der Generation Alpha in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt wird sich vieles verändern. Themen wie künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Flexibilität werden selbstverständlich sein.
Unternehmen, die jetzt ihre Ausbildungsstrukturen anpassen, sichern sich einen klaren Vorsprung.
Welche neuen Berufsfelder werden für die Generation Alpha entstehen?
Viele Alphas werden sich für zukunftsorientierte Berufe interessieren – etwa in den Bereichen Technologie, Umweltschutz, Datenanalyse oder Robotik.
Das bedeutet auch: Betriebe müssen ihre Ausbildungsangebote anpassen. Berufe mit digitalen Anteilen, nachhaltigen Projekten oder internationaler Zusammenarbeit werden besonders attraktiv.
Wer Ausbildungsberufe modernisiert und neue Lernformate integriert, bleibt für diese Generation interessant.
Welche Auswirkungen wird die Generation Alpha auf HR und Recruiting haben?
Das Recruiting für Azubis wird sich deutlich verändern. Die Generation Alpha erwartet digitale Bewerbungsprozesse, authentische Kommunikation und schnelle Antworten.
Plakate und Broschüren reichen nicht mehr – Social Media, kurze Videos und interaktive Formate sind der Schlüssel.
Auch die Ansprache wird sich ändern: Statt „Sie bewerben sich bei uns“ gilt künftig „Wir bewerben uns bei Ihnen“. Ausbildungsbetriebe, die diese Haltung leben, werden die besten Talente gewinnen.
Demographische, kulturelle und globale Herausforderungen
Der demographische Wandel verschärft den Fachkräftemangel, besonders in der Ausbildung. Immer weniger Jugendliche treten ins Berufsleben ein.
Zudem wächst die Generation Alpha in einer global vernetzten und diversen Welt auf. Arbeitgeber*innen müssen daher interkulturelle Offenheit, flexible Arbeitsbedingungen und wertschätzende Kommunikation bieten.
Nur wer diese Themen aktiv in der Ausbildung lebt, bleibt langfristig konkurrenzfähig.
Recruiting der Generation Alpha – So gewinnen Sie die Azubis von morgen
Die Generation Alpha wird nicht nur anders lernen, sondern sich auch anders bewerben, oder besser gesagt: gar nicht klassisch bewerben. Sie informiert sich über Social Media, schaut Videos auf TikTok oder YouTube und lässt sich von Freunden oder Influencer*innen inspirieren.
Für Personaler*innen heißt das: Recruiting muss digitaler, emotionaler und erlebnisorientierter werden.
1. Digitale Sichtbarkeit ist Pflicht
Die Generation Alpha sucht Ausbildungsplätze online – nicht auf Jobmessen oder in Zeitungen. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Unternehmen auf allen relevanten Plattformen sichtbar ist.
Eine moderne Karriereseite, kurze Videos aus dem Azubi-Alltag, oder Storys auf Instagram und TikTok zeigen, dass Ihr Betrieb zeitgemäß denkt.
2. Authentische Einblicke statt Hochglanzwerbung
Alphas merken schnell, wenn etwas gestellt wirkt. Zeigen Sie echte Menschen, echte Aufgaben und echte Erlebnisse. Lassen Sie Ihre aktuellen Azubis auf Social Media oder auf Ihrer Karrierewebsite in Videos erzählen, warum sie sich für Ihren Betrieb entschieden haben, das schafft Vertrauen und Nähe.
3. Bewerbungsprozesse vereinfachen
Lange Online-Formulare oder komplizierte Uploads schrecken diese Generation ab. Machen Sie die Bewerbung so einfach wie möglich – zum Beispiel über WhatsApp, Social Media oder kurze Online-Fragebögen.
Wichtig ist: schnelle Rückmeldungen. Generation Alpha ist sofortige Reaktionen gewohnt – warten lassen ist ein No-Go.
4. Werte klar kommunizieren
Zeigen Sie, wofür Ihr Unternehmen steht: Nachhaltigkeit, Teamgeist, Vielfalt oder Zukunftssicherheit. Diese Themen sind entscheidend, wenn sich junge Menschen zwischen zwei Ausbildungsbetrieben entscheiden.
5. Zukunftsorientiertes Ausbildungsmarketing
Nutzen Sie Trends, Visual Storytelling und moderne Lernangebote, um sich als innovativer Ausbildungsbetrieb zu positionieren. Die Generation Alpha sucht Arbeitgeber*innen, die mit der Zeit gehen – und nicht hinterherlaufen.
Fazit
Die Generation Alpha bringt frischen Wind in die Arbeitswelt – und ganz besonders in die Ausbildung. Sie ist digital, kreativ und werteorientiert.
Für Arbeitgeber*innen und Personaler*innen bedeutet das: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Recruiting, Ausbildung und Unternehmenskultur an diese Generation anzupassen.
Wer die Generation Alpha versteht, wird nicht nur passende Azubis finden, sondern auch langfristig begeistern und damit die Zukunft des eigenen Unternehmens sichern.
Charlene Thomas
Ihr Kontakt zu uns
Fragen, Ergänzungen, Interesse? Schreiben Sie uns, wir beraten Sie gerne persönlich.
Bildquelle: Adobe Stock
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