Qualität von Stellenanzeigen: Studie zeigt – da geht noch was!

Bei der Suche nach neuen Mitarbeiter*innen stehen Arbeitgeber unter enormem Konkurrenzdruck. Insbesondere im Handwerk, im Bildungsbereich, in der Industrie und in der Pflege sind Talente handverlesen. Das Problem ist allerdings auch ein bisschen hausgemacht: Denn viele Arbeitgeber erreichen Talente mit ihren Stellenanzeigen erst gar nicht. Das zeigt eine neue Studie, die sich mit Karriere-Websites auseinandergesetzt hat und dafür auch die Qualität der dort veröffentlichten Stellenanzeigen untersucht hat. Das Ergebnis: Da geht noch was! Was, das erfahren Sie in diesem Artikel.

Qualität von Stellenanzeigen

Übersicht

Über die Studie „Karriere-Websites 2023“

Gemeinsam mit der Raven51 AG und anderen Partnern hat die Hochschule RheinMain (HSRM) die 13. Ausgabe ihrer Studie „Karriere-Websites 2023“ herausgebracht. Der Titel sagt es schon: Untersuchungsgegenstand waren die Onlineauftritte der 126 größten und beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands. Für die Studie wurden deren Karriere-Websites genau unter die Lupe genommen.

Um repräsentative Ergebnisse zu erhalten, hat sich das Forscherteam nicht nur die Karriere-Websites im Allgemeinen angeschaut, sondern auch einzelne Bereiche von Karrierehomepages. Beispielsweise das Stellenportal im Ganzen sowie die dort ausgeschriebenen Jobs eines Unternehmens. Hier ergaben sich hinsichtlich der Qualität von Stellenanzeigen wichtige Erkenntnisse. Diese haben wir für Sie mit passgenauen Tipps für die Optimierung Ihrer Jobanzeigen zusammengefasst. Los geht’s.

Was sind die Merkmale einer qualitativ hochwertigen Stellenanzeige?

Eine qualitativ hochwertige Stellenanzeige zeichnet sich durch verschiedene Merkmale aus, die dazu beitragen, die Aufmerksamkeit potenzieller Bewerber*innen zu gewinnen und den Bewerbungsprozess effektiver zu gestalten. Wichtig ist neben passgenauen Inhalten vor allem die Auffindbarkeit im Netz. Viele Talente starten ihre Jobsuche, indem sie Google befragen. Umso wichtiger ist es, dass eine Stellenanzeige die Kriterien der Suchmaschinenoptimierung erfüllt.

Die Studie „Karriere-Websites 2023“ zeigt: Hier ist noch Luft nach oben. Nur knapp 42 Prozent der Unternehmen erfüllen die Anforderungen der Suchmaschinenoptimierung vollständig. Das bedeutet im Umkehrschluss: Mehr als jeder zweite Arbeitgeber verpasst die Chance, Talente über Google auf sich aufmerksam zu machen.

Praxistipp zur Steigerung der Qualität Ihrer Stellenanzeigen

Wie geht’s besser? Hier ein paar Erfolgsrezepte für gut auffindbare Stellenanzeigen:

  • Relevante Keywords verwenden: Identifizieren Sie relevante Begriffe, die Bewerber*innen bei ihrer Jobsuche verwenden könnten, und integrieren Sie diese unter anderem in den Stellentitel und den Text Ihrer Stellenanzeige.
  • Qualitätsinhalte erstellen: Bieten Sie detaillierte und informative Inhalte in Ihrer Stellenanzeige. Je mehr relevante Informationen Sie bieten, desto besser wird Ihre Anzeige von Suchmaschinen bewertet.

Weitere Tipps für die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Stellenanzeige gibt es hier.

Der Inhalt: Wie kann man Jobanzeigen ansprechender gestalten?

Sobald Talente eine Stellenanzeige gefunden haben, müssen sie natürlich auch von dem Job überzeugt werden, den diese bewirbt. Und zwar vom Fleck weg. Denn es gibt inzwischen so viele Jobangebote, dass Bewerber*innen frei wählen können, wo sie arbeiten.

Daher müssen in Stellenanzeigen sowohl die Ansprache als auch der Informationsgehalt stimmen. Aber auch hier besteht laut der Studie „Karriere-Websites 2023“ Verbesserungsbedarf. Laut dieser erfüllen Stellenanzeigen nur zu 75 Prozent die Erwartungen von Bewerber*innen. Bedeutet: Rund ein Viertel ihrer Fragen bleibt unbeantwortet.

Das kann sich rächen:

  • Wenn eine Stellenanzeige wichtige Fragen von Talenten nicht beantwortet, frustriert das diese. Das ist keine gute Basis für eine Zusammenarbeit. Hochqualifizierte Bewerber*innen könnten sich gegen eine Bewerbung entscheiden, wenn sie nicht genügend Informationen erhalten, um ihre Eignung für die Position zu beurteilen.
  • Unvollständige Stellenanzeigen können dazu führen, dass sich Bewerber*innen auf gut Glück bewerben, auch wenn sie möglicherweise nicht die erforderlichen Qualifikationen oder Interessen für die Position haben. Dies kann zu einer höheren Anzahl ungeeigneter Bewerbungen führen.
  • Wenn Stellenanzeigen wichtige Fragen unbeantwortet lassen, kann dies dazu führen, dass sich Kandidat*innen direkt an das Unternehmen wenden, um weitere Informationen zu erhalten. Das bedeutet zusätzlichen Aufwand für die HR-Abteilung.
  • Unvollständige Stellenanzeigen können dazu führen, dass Bewerber*innen während des Bewerbungsprozesses mehr Fragen stellen oder zusätzliche Schritte benötigen, um die benötigten Informationen zu erhalten. Dies kann den Rekrutierungsprozess verlangsamen.

Praxistipp: Wie kann man Jobanzeigen ansprechender gestalten?

Das geht besser. Hier sind ein paar Tipps für eine qualitativ hochwertige Stellenanzeige:

  • Kurzes und verständliches Intro zum Unternehmen: Die Stellenanzeige sollte mit einem kurzen und leicht verständlichen Einführungstext über das Unternehmen beginnen, um Interessierten einen ersten Eindruck zu vermitteln.
  • Präziser und zielgruppengerechter Jobtitel: Der Jobtitel sollte klar und für die Zielgruppe verständlich sein, um sofortige Aufmerksamkeit zu erregen und Missverständnisse zu vermeiden. Auf betriebsinterne Bezeichnungen, die der Allgemeinheit unbekannt sind, sollte verzichtet werden.
  • Umfassende Beschreibung von Aufgaben und Anforderungen: Eine ausführliche Beschreibung der Aufgaben und Anforderungen ist entscheidend, um das Verständnis der Bewerber*innen zu fördern und „Falschbewerbungen“ zu reduzieren. Ideal ist eine Auflistung in fünf bis acht Stichpunkten.
  • Angabe des Einsatzorts: Die Stellenanzeige sollte den Einsatzort klar angeben, um Bewerber*innen eine genaue Vorstellung vom Arbeitsort zu vermitteln. Haben Sie eine Stelle im Homeoffice zu besetzen, schreiben Sie Ihren Firmensitz in die Stellenanzeige mit dem Zusatz „Homeoffice“. Das wirkt ansprechender auf Talente und sorgt für eine bessere Auffindbarkeit.
  • Konkrete Ansprechpartner*innen: Die Nennung von Ansprechpartner*innen und deren Kontaktinformationen in der Anzeige erleichtert die Kommunikation und das Bewerbungsverfahren für Bewerber*innen.
  • Informationen zum Unternehmensangebot: Eine Rubrik in der Stellenanzeige, die das Angebot des Unternehmens für seine Angestellten beschreibt, sowohl „weiche Aspekte“ wie Unternehmenskultur als auch „harte Aspekte“ wie Anstellungsbedingungen, kann die Attraktivität und die Qualität der Stellenanzeige steigern.
  • Anforderungsprofil: Eine klare und ausführliche Kommunikation der Qualifikationserwartungen erleichtert Bewerber*innen die Einschätzung ihrer Eignung für die Position.

Womit kann die Performance von Jobinseraten verbessert werden?

Auch wenn Sie bis hierhin bei der Gestaltung Ihrer Stellenanzeige alles richtig gemacht haben, kann es passieren, dass Ihre Stellenanzeige nicht performt. Oder anders ausgedrückt: Dass sich niemand bei Ihnen bewirbt. Immer mehr Talente möchten sich mobil bewerben, also mit ihrem Smartphone oder Tablet. Das setzt voraus, dass Ihre Stellenanzeigen perfekt auf diesen Geräten darstellbar sind.

Die gute Nachricht: In diesem Punkt stellt die Studie „Karriere-Websites 2023“ den meisten Stellenanzeigen auf Karriere-Websites ein gutes Zeugnis aus. Die meisten lassen sich gut über Handy und Co. abrufen. Ein tolles Ergebnis! Wir haben der Vollständigkeit halber ein paar Profi-Tipps zusammengestellt, was Sie bei der mobilen Darstellung einer Stellenanzeige beachten sollten:

  • Stellenanzeigen sollten ein so genanntes responsives Design haben, das sich automatisch an die Bildschirmgröße und das Format des Geräts anpasst, auf dem sie angesehen werden. Dadurch wird sichergestellt, dass die Anzeige auf verschiedenen Bildschirmgrößen gut lesbar und benutzerfreundlich ist.
  • Wer sich eine Stellenanzeige auf dem Smartphone anschaut, erwartet schnelle Ladezeiten. Reduzieren Sie dazu die Dateigröße von Bildern und anderen Medienelementen.
  • Verwenden Sie eine klare Schriftart und ausreichend großen Text, der auf kleinen Bildschirmen gut lesbar ist.
  • Pop-up-Fenster können auf mobilen Geräten oft problematisch sein. Vermeiden Sie diese, um die Benutzerfreundlichkeit zu verbessern.
  • Stellen Sie sicher, dass die Navigation Ihrer Stellenanzeige auf mobilen Geräten einfach und intuitiv ist. Verwenden Sie gut sichtbare Schaltflächen und Menüs.
  • Machen Sie Kontaktdaten und Bewerbungsschaltflächen leicht klickbar, um es Bewerber*innen zu erleichtern, sich zu bewerben oder Fragen zu stellen.

Fazit: Qualititativ hochwertige Stellenanzeigen steigern die Arbeitgeberattraktivität

Es steht außer Frage, dass qualitativ hochwertige Stellenanzeigen einen entscheidenden Einfluss auf die Arbeitgeberattraktivität haben. Eine sorgfältig gestaltete und ansprechende Stellenanzeige weckt das Interesse von Bewerber*innen eher als unvollständige oder oberflächliche Jobinserate.

Eine Stellenanzeige von hoher Qualität zeichnet sich durch mehrere Schlüsselfaktoren aus: Darunter klare und präzise Informationen zur Position und zum Unternehmen, ansprechende Formulierungen, eine umfassende Beschreibung von Aufgaben und Anforderungen sowie Fakten über die Unternehmenskultur. Ist sie auch mobil und suchmaschinenoptimiert, benutzerfreundlich und gut strukturiert – ist alles perfekt. So machen Sie den Unterschied.

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Sonja Dietz

Sonja Dietz ist ausgebildete Journalistin und steuert die redaktionellen Prozesse bei JOBmenü. Am liebsten schreibt sie über Digitalisierungsthemen, Recruiting Trends und die neue Arbeitswelt.

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Bildquelle: Gerd Altmann; Pixabay | 377053; Pixabay