Blue Collar: Fluktuation, Zeitdruck, High-Level-Recruiting

Viele Blue-Collar-Branchen wie beispielsweise die Industrie, Produktion, Sicherheit, Zeitarbeit und der Einzelhandel kämpfen mit hohen Fluktuationsraten und dem allgegenwärtigen War for Talents. Dazu kommt für Sie als Recruiter*in das High-Volume-Recruiting – sprich zahlreiche Stellen zu besetzen – noch als zusätzliche Herausforderung on top. Und das Ganze bei enormem Kostendruck – was tun?

Übersicht

Die Herausforderung: Fachkräfte finden

Passende Fachkräfte zu finden – gerade im Blue-Collar-Bereich – stellt viele Personalverantwortliche regelmäßig vor eine große Herausforderung. Gefühlt ist der Arbeitsmarkt leergefegt, denn es gibt nicht genügend Bewerber*innen auf zu viele Vakanzen.
Im Recruiting von Fachkräften ändern sich immer wieder die Maßstäbe. Was Sie beachten sollten und welche Strategien Ihnen dabei helfen, erfahren Sie in unserem Artikel.

Wo suchen Arbeitnehmer*innen nach neuen Stellen?

Laut einer Studie über den Blue-Collar-Arbeitsmarkt von mobileJob und Jobufo° stellen Online-Jobbörsen nach wie vor die wichtigste Quelle für die Jobsuche dar. Befragt wurden 1.000 nichtakademische Blue-Collar-Arbeitnehmer*innen im Alter von 18-65 Jahren.

Das Ergebnis: Knapp 67 % suchen im Internet nach einem neuen Job – damit sind die Online-Stellenbörsen Nummer eins. Den zweiten Platz belegen Printmedien wie beispielsweise Tageszeitungen mit knapp 46 %. Ferner werden Karriereseiten (24,5 %), Karrierenetzwerke wie Xing und LinkedIn (16 %) und Unternehmensprofile in den sozialen Netzwerken besucht (14 %).

Welche Bewerbungsformen sind beliebt?

Unter allen befragten Nichtakademiker*innen bewerben sich 42,7 % per E-Mail. Dicht gefolgt – mit 28 % – von der herkömmlichen Bewerbung per Post. Den dritten Platz belegen mit 22,1 % die Bewerbungen über Onlineformulare.

E-Mail 42.7%
Postalisch 28%
Online-Bewerbungsformular 22.1%

Ein Blick in die Zukunft

Die teilnehmenden Arbeitnehmer*innen aus dem Blue-Collar-Bereich wurden ebenfalls gefragt, welche Bewerbungsformen sie sich in Zukunft wünschen.
Mit knapp über 48 % liegt die E-Mail-Bewerbung nach wie vor auf Platz eins. Platz zwei belegt mit 24 % das Online-Bewerbungsformular; den dritten Platz hat sich mit 16,3 % der postalische Weg gesichert.

Aktuell gibt es von nahezu jeder Online-Stellenbörse eine eigens entwickelte App. Ideal also, um sich unterwegs oder abends bequem am Smartphone oder Tablet nach einer neuen Stelle umzuschauen. Natürlich wird so auch der Wunsch größer, sich schnell und unkompliziert per mobilem Endgerät zu bewerben: 62,9 % bevorzugen mobile Bewerbungswege.
Leider gibt es aktuell noch zu viele Formulare oder Medienbrüche, die es unmöglich machen, sich mobil zu bewerben (siehe die Studie „Karriere-Websites 2019“ der Hochschule RheinMain).

Welchen Einfluss hat Social Media
auf die Bewerbung?

Die sozialen Netzwerke wie Facebook, Instagram etc. sowie die Business Netzwerke wie beispielsweise Xing und LinkedIn erfreuen sich großer Beliebtheit. Immerhin nutzen weltweit rund 4,62 Milliarden User diese regelmäßig (Quelle: statista.de).

Mit der Schaltung Ihrer Vakanzen in Social Networks sprechen Sie – im Gegensatz zur herkömmlichen Stellenschaltung – die latent bzw. Nicht-Suchenden an. In Deutschland sind aktuell ca. 37 % aller Arbeitnehmer*innen wechselwillig. Dies bedeutet, sie sind aktuell nicht aktiv auf der Suche nach einer neuen Stelle, aber bei den passenden Konditionen durchaus bereit, den Arbeitgeber zu wechseln (Quelle: Xing Wechselbereitschaftsstudie 2022). 

#1: Nutzen Sie die Marktmacht von Google

Jeder kennt und nutzt die Suchmaschine Google – so ist es nicht verwunderlich, dass mehr als 80 % alles Jobsuchen dort beginnen.
Bei einer Schaltung von Google Ads haben Sie die Möglichkeit, Ihre Stellenanzeigen bei den Top-Treffern der Suchergebnislisten zu platzieren bzw. via Bannerwerbung auf anderen Seiten anzeigen zu lassen. Bei beiden Varianten gilt: Sie bestimmen, welcher Zielgruppe Ihre Vakanzen wann ausgespielt werden und zahlen nur, wenn diese auch wirklich angeklickt werden.

#2: Schalten Sie in Social-Media-Kanälen

Social-Media-Kanäle wie Facebook und Instagram haben gegenüber herkömmlichen Stellenbörsen einen entscheidenden Vorteil: Sie sammeln Daten über ihre User. Diese geben in der Regel ihr Geschlecht, ihr Alter, den Wohnort und diverse Interessen an. Dazu kommt, dass sie Beiträge lesen, teilen und kommentieren. So kommen alle relevanten Infos zusammen, die Sie für die Ausspielung Ihrer Stellenanzeigen benötigen. Ähnlich wie bei Google Ads können Sie auch hier per Targeting festlegen, wer wann welche Vakanzen sehen und sich darauf bewerben kann.
Laut der oben genannten Studie haben sich bisher rund ein Drittel (31,1 %) der befragten 18- bis 39-Jährigen via Social Media beworben.

#3: Veröffentlichen Sie zum richtigen Zeitpunkt

Haben Sie sich entschieden, welche Kanäle Sie nutzen möchten, so kommt es auch auf die Wahl des richtigen Zeitpunktes an.
Reguläre Online-Stellenbörsen werden in der Regel am Wochenanfang aufgerufen, wohingegen Social-Media-Kanäle bevorzugt wochenends und in der Freizeit genutzt werden.
Veröffentlichen Sie also herkömmliche Stellenanzeigen am besten montags. Machen Sie sich das Freizeit-User-Verhalten zu Nutze und schalten Sie Anzeigen auf Social Media zur Feierabendzeit und am Wochenende.

#4: Bieten Sie mobile Bewerbungswege an

Ob mit dem Smartphone in öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit dem Tablet auf der heimischen Couch: Die Suche nach einem neuen Job ist auf mobilen Endgeräten bequemer. Diese Möglichkeit wird gerne angenommen – nicht zuletzt, da die Stellenanzeigen in der Regel responsive (also mobiloptimiert) gestaltet sind. Bewerbungen ausschließlich per E-Mail oder gar Post entgegenzunehmen, ist nicht mehr zeitgemäß. Nutzen Sie also nach Möglichkeit beispielsweise kurze Bewerbungsformulare oder einen WhatsApp-Button in Ihren Social-Media-Anzeigen.

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